Klasse Bömmels
HfBK Dresden

Klasse Bömmels


Malerei / Grafik und andere Medien der Bildpoesie

Sich neu erschaffen.
Überhaupt das Sich schaffen.
Sich sichtbar machen.
Sich aus der Mit-Welt herauspellen.
Gefühlte, geahnte, gesehene Zustände sich und anderen
(sich als anderen und die anderen als Sichs) mittels Bild-Form
vorrätig machen und zur Auseinandersetzung preisgeben.

Dieses Bild-Wollen,
diese Arbeit an der Präzisierung einer geronnenen Sicht auf Welt,
gewonnen aus erlittener oder geglückter Erfahrung,
durchzuckt von unser aller Glanz und Elend,
möge in eine Bildpoesie gewandelt werden,
die sich auf den Pfiff der Nachtigall versteht.
Das Wesentliche zauberhaft enthüllen, ohne es zu verpfeifen.
Realismus als praller Event und gefühlige Hysterie
ist das Privileg des Privatfernsehens.
Kunst, wie ich sie meine, begnügt sich, die Glut der Geheimnisse
zu schüren, sie offen zu halten. Auf daß diese Spannung weitere
Klärung provoziere und gestimmte Erkenntnisse zeitige!
Male, reiße, haue, grafiere, stelle, bewege, knüpfe, sinne, denke Bilder.
Gleichwohl, doch eigne sie!
In diese Richtung schlägt der Puls der Klasse,
wie ich sie mir vorstelle.